FAQ

Was sind ß-Glucane?
Glucane sind Makromoleküle, die sich ausschließlich aus dem Kohlenhydrat Glucose zusammensetzen. Zur Stoffklasse der Glucane gehören zahlreiche Vertreter, die sich vor allem aus Mikroorganismen, in einigen Fällen auch aus höheren Pflanzen gewinnen lassen. Diese Glucane unterscheiden sich sowohl in ihrer chemischen Struktur als auch in ihren Struktur-Eigenschafts-Wirkungs-Beziehungen.
Was sind die Unterschiede zwischen den Glucanen?
Der größte Unterschied besteht in der Wirksamkeit der Glucane. (14)-ß-D-Glucane z.B. zeigten in Versuchen keinerlei stimulierende Wirkungen. Nur bei (13),(16)-ß-D-Glucanen wurde diese Wirkung festgestellt.
Was bewirkt ß-Glucan?
(13),(16)-ß-D-Glucan ist nach neuesten experimentellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen einer der wirksamsten biotischen Aktivatoren. (13),(16)-ß-D-Glucan stärkt durch Aktivierung der Makrophagen das Immunsystem von Mensch und Tier.
Worauf ist zu achten?
Ausschlaggebend für die immunstimulierende Wirkung von (13),(16)-ß-D-Glucan ist dessen Konformation - chemischer Aufbau - d.h. (13)-verknüpfte Glucan-Hauptketten einer bestimmten Kettenlänge mit charakteristischen (16)-Verzweigungen. Für Glucane mit Glucosemolekülen in z.b. (14)-Verbindungen konnten dagegen keine Effekte auf das Immunsystem nachgewiesen werden.
Kommen Glucane in Lebensmitteln vor?
Ja. Z.B. sind Glucane in Bäckerhefe vorhanden. Allerdings sind diese Glucane nicht hochwirksam. Um eine Wirkung der Glucane zu erreichten, müssen diese erst aufgeschlüsselt werden.
Wie wird (13),(16)-ß-D-Glucan gewonnen?
(13),(16)-ß-D-Glucan wird aus Zellen der Reinzuchthefe des Stammes saccharomyces cerevisiae (Bäckerhefe) gewonnen. Nach einem schonenden Aufschluß der Hefezellen mit hefe-eigenen Enzymen (Autolyse) werden lösliche Bestandteile entfernt, die Polysaccharide angereichert, gereinigt und getrocknet. Je nach Anzahl der durchlaufenen mehrstufigen Isolierungsverfahren resultiert daraus die entsprechende Fraktion mit dem gewünschten Anteil an (13),(16)-ß-D-Glucan.
Kann es zu Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Allergien kommen?
Als natürlicher Lebensmittelbestandteil verursacht (13),(16)-ß-D-Glucan aus Hefe, wie es in unseren Produkten verwendet wird, keine Nebenwirkungen und Wechselwirkungen, auch allergische Reaktionen sind nicht bekannt.
 
Verzehr
Wieso sind ß-Glucane als Nahrungsergänzung in Deutschland und in der EU nicht so bekannt?
Dafür gibt es verschiedene Gründe. Der wichtigste ist, dass es bis heute kaum eine Vermarktung von Glucanen gab. Nahrungsergänzungsmittel sind ein neuer, relativ unerschlossener Markt in Deutschland und in Europa. In Europa kann man trotz erheblicher Zuwächse in diesem Sektor erst von einer Anfangsphase sprechen. Mit der Ausweitung dieses Marktes bei uns wird auch mit einem deutlichen Zuwachs des Immunmodulators ß-Glucan zu rechnen sein.
Was versteht man unter Nahrungsergänzung?
Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel des allgemeinen Verzehrs. Sie unterliegen dem Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetz. Ihre Einzelkomponenten sind Bestandteile der Nahrung und sollen diese ergänzen, wenn sie aus bestimmten Gründen (z. B. einseitige Ernährung oder zeitweise erhöhter Bedarf) nicht ausreichend vorhanden sind. Dazu werden gezählt: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, z. T. auch Ballaststoffe, bestimmte Fettsäuren u. a. Als anerkannte Indikation für Supplementation gelten Vit B12-Defizit bei strengen Vegetariern, Folsäure bei Frauen im gebärfähigen Alter und geringem Verbrauch an Blattgemüse, Früchten und Hülsenfrüchten, Kalzium bei Personen mit geringem Milchverzehr. ß-Glucan sollte eigentlich den gesundheitsfördernden Mitteln zugerechnet werden und gehört damit zum Problemkreis Funktionelle Lebensmittel (Functional Food). In diesem Bereich gibt es insbesondere in den USA schon einen bedeutenden Markt, der zweistellige Wachstumsraten aufweist.
Bei den verschiedenen, meist amerikanischen, Produkten fällt auf, dass die tägliche Verzehrmenge zwischen 10 mg und 750 mg variiert. Gibt es dafür eine Erklärung?
Für den unterschiedlichen Gehalt an (13),(16)-ß-D-Glucan in den amerikanischen Produkten gibt es keine wissenschaftliche Begründung. An Menschen sind uns keine systematischen Untersuchungen zur Dosisabhängigkeit bekannt. An Ferkeln hat man den Einfluss in einer 1995 erschienenen Patentschrift untersucht und im Bereich von 135 bis 270 mg/kg pro Tag die besten Wachstumsergebnisse erzielt. Das würde auf einen Erwachsenen umgerechnet etwa 1-2 g/Tag entsprechen. Zwei Publikationen (Schoen-herr et al., 1994; Dritz et al., 1995) kamen zu dem Schluss, dass die besten Wachstumsraten für Ferkel bei einem Zusatz an beta-Glucan von ca. 0,05% zum Futter erreicht werden. In unseren Untersuchungen an Zuchtsauen, Masthühnern und Legehennen lag der Anteil im Bereich von 0,2%.
Wirken (13),(16)-ß-D-Glucane bei vorbeugender Einnahme?
(13),(16)-ß-D-Glucan wirkt gerade bei vorbeugender Einnahme. Glucane sind sehr gute prophylaktische Immunstimulatoren. Dadurch erzielt man die besten Erfolge bei täglicher Einnahme.
 
Kosmetik
Gibt es Studien, die einen Einfluss von ß-Glucan auf die menschliche Haut zeigen?
Direkte Studien zu kosmetischen Wirkungen auf die menschliche Haut sind uns nicht bekannt. Es gibt aber interessante Studien zum ß-Glucan-Einfluss auf die Wundheilung. Im Januar 2001 berichteten Delatte et al. vom Department of Surgery, Medical University of South Carolina, Charleston SC, USA, im Journal of Pediatric Surgery (36, S. 113) in dem Artikel "Effectiveness of beta-glucan collagen for treatment of partial-thickness burns in children". 6 Wochen bis 16 Jahre alte Kinder hatten Verbrühungen bzw. Verbrennungen, die zwischen 1-35% der Körperoberfläche betrafen. Auf die Wundfläche wurde ein mit ß-Glucan angereicherter Kollagenfilm aufgelegt, der bei 79% der Kinder intakt blieb und unter dem die Wunde verheilte. Die Autoren berichten von "excellent cosmetic results, minimal analgesic requirements, and no need for repetitive dressing changes". An der Wundheilung sind die weißen Blutzellen entscheidend beteiligt und insbesondere die Makrophagen spielen durch Absonderung von wachstumsregulierenden und blutgefäßbildenden Peptiden und durch das Abräumen abgestorbener Zellen und Gewebebruchstücke eine dominierende Rolle. Ihre Aktivität wird durch ß-Glucan gesteuert. In der Haut agiert eine Teilpopulation der Makrophagen, die sog. Langer-hans-Zellen. Daraus kann geschlossen werden, dass die für Abwehrprozesse der Haut verantwortlichen ortsansässigen Makrophagen auch bei anderen, weniger eingreifenden Prozessen (z. B. Sonnenbrand, alltägliche Belastungen durch Waschmittel, Chemikalien, Gifte, Lösungsmittel, verschiedenste Keime in der Umgebung) ihren Abwehraufga-ben unter ß-Glucan-Schutz besser gerecht werden sollten. Diese Schlußfolgerung wird gestützt durch eine 1993 von Reis e Sousa et al. (Nuffield Department of Surgery, Uni-versity of Oxford, John Radcliffe Hospital, Headington, UK) im Journal of Experimental Medicine (178, S. 509) publizierte Arbeit mit dem Titel "Phagocytosis of antigens by Langerhans cells in vitro". Die Autoren haben gezeigt, daß frisch isolierte Langerhans-Zellen zur Aufnahme von Fremdkörperpartikeln in der Lage sind. Andere Autoren hatten behauptet, dass dieser Makrophagentyp Phagozytose nicht durchführen kann. Sie hatten allerdings mit Zellkulturen gearbeitet, denen im Verlaufe der Kultivierung diese Eigenschaft abhanden gekommen war. Das Problem besteht allerdings darin, ß-Glucan vor Ort, d. h. in die Nähe der Langhans-Zellen zu bringen. Das wird bei den Produkten, die wir anbieten dadurch gelöst, dass ein Zusatzstoff das schnelle Eindringen der Glucane in die Haut bewerkstelligt. Produkte anderer Hersteller ohne diesen Zusatz sind dazu nicht in der Lage. Bei ihnen bleibt ß-Glucan als großes Molekül auf der Oberfläche liegen und gelangt nicht in die tiefen Hautschichten.
Gibt es Arzneimittel mit ß-Glucan?
Nach Durchsicht der "Gelben Liste - Pharmaindex" sind uns keine derartigen Arzneimittel in Deutschland bekannt.
 
Statement
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